Hyperglykämisches hyperosmolares nicht-ketotisches Syndrom bei Kindern mit Typ-2-Diabetes *

Ziel: Es wird angenommen, dass das hyperglykämische hyperosmolare nicht-ketotische (HHNK) Syndrom eine seltene Entität in der pädiatrischen Bevölkerung ist, die aufgrund von Fallberichten in der Literatur mit einer signifikanten Mortalität verbunden ist. Mit zunehmender Prävalenz von Fettleibigkeit und Typ-2-Diabetes im Kindesalter können auch solche damit verbundenen Komplikationen zunehmen. Diese Studie wird dazu dienen, aktualisierte Informationen zum typischen klinischen Verlauf und zu liefern Folgen des HHNK-Syndroms im Kindesalter. Methoden: Patienten, bei denen im Children’s Hospital of Philadelphia (CHOP) über einen Zeitraum von 5 Jahren Typ-2-Diabetes diagnostiziert wurde, wurden retrospektiv auf Labornachweise für frühere Episoden des HHNK-Syndroms untersucht. Die diagnostischen Standardkriterien für Blutzucker >600 mg / dl und Serumosmolalität >330 mOsm / l mit nur leichter Azidose (Serumbicarbonat > 15 mmol / l und kleine Ketonurie 15 mg / dl oder weniger) wurden verwendet.

Ergebnisse: Die Aufzeichnungen aller Patienten mit Typ-2-Diabetes mellitus (DM), die über einen Zeitraum von 5 Jahren diagnostiziert wurden, wurden überprüft (n = 190). Bei sieben Patienten wurde nach diagnostischen Kriterien eine Episode des HHNK-Syndroms festgestellt (fünf Männer, Durchschnittsalter bei Präsentation 13,3 Jahre, Altersgruppe 10,1 – 16,9 Jahre), was einer Häufigkeit von 3 entspricht.7%. Alle waren Afroamerikaner. Das HHNK-Syndrom war das klinische Bild bei der Diagnose eines neu auftretenden Diabetes bei allen sieben Kindern. Drei von sieben Kindern hatten eine zuvor diagnostizierte Entwicklungsverzögerung. Die durchschnittliche Glasgow Coma Scale (GCS) Punktzahl bei der Präsentation war 13 (Bereich 9-15). Der mittlere Body-Mass-Index (BMI) bei der Präsentation betrug 32,7 kg / m (2) (n = 6). Die mittlere Serumosmolalität betrug 393 mOsm/l (n=7) und der mittlere Blutzucker 1604 mg/ dl (n = 7). Die durchschnittliche Zeit, bis der mentale Status bei den Überlebenden wieder auf den Ausgangswert zurückkehrte, betrug 3 Tage (Bereich 1 – 7 Tage). Die durchschnittliche Anzahl der Krankenhaustage für Überlebende betrug 10 (Bereich 5 – 24 d). Vier von sieben Patienten hatten einen unkomplizierten Verlauf. Ein Patient entwickelte ein Multisystemorganversagen und starb am 4. Tag im Krankenhaus. Die Sterblichkeitsrate betrug 14,3% (einer von sieben). Überlebende hatten keine nennenswerten neurologischen Entwicklungsfolgen.

Schlussfolgerungen: Diese retrospektive Diagrammübersicht enthält aktualisierte Informationen zur Entwicklung des HHNK-Syndroms bei Kindern. Diese Studie unterstützt die Notwendigkeit eines verstärkten Bewusstseins für Typ-2-Diabetes bei Kindern, damit Morbidität und Mortalität im Zusammenhang mit dem HHNK-Syndrom verhindert werden können.

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